Donnerstag, 14. Oktober 2010

Von Spiralen, Wegbereitern und Sprachkurs-Verweigerei

Wenn Sie oder jemand anderer vor einem Jahr an diesem Tag gefordert hätten; „wer an Sprachkursen nicht teilnimmt muss bestraft werden“, dann hätte man Sie als rechtsextrem eingestuft. Wenn Sie vor einem Jahr an diesem Tag gesagt hätten; „wir brauchen keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen“, dann wären sie als rechtsextrem abgestempelt worden. Hätten Sie vor einem Jahr an diesem Tag gesagt; „der Islam ist teil der Deutschen Kultur“, dann hätte das kein frei herumlaufendes Nutztier in diesem Land interessiert.
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Deutschland hat sich verändert. Zumindest in der Diskussion über Migration, Islam, Sozialbetrug und Verweigerung zur Integration. Ja plötzlich haben verschiedene Figuren den christlichen Kulturkreis wieder entdeckt (der eigentlich nie weg war, er wurde nur versteckt und mundtot gemacht) und irgendwie glauben diese auch noch Christen zu sein.
Das oben genannte haben inzwischen unsere Angestellten von sich gegeben, wie Sie jeden Tag aufs neue aus dem Blätterwald der Gutmenschen-Presse entnehmen können. Jetzt fordern sie wieder ohne zu sagen was als Lösung der Probleme zu unternehmen gilt. Also nichts neues im Westen.
Da hat Herr Westerwelle (der arme Mann hat keine fünf Prozent mehr) den Weg für Sarrazin frei gemacht. Zumindest wird das durch eine ..... na was? Ja klar doch, Studie der SPD Friedrich-Ebert-Stiftung gesagt. Also die Stiftung soll der SPD nahe sein, wie nahe zeigt das Ergebnis dieser Studie, die wie immer in solchen Situationen, plötzlich auftaucht und als Verstärker in den Ring geworfen wird. Ring frei zur Studienanalyse. Oliver Deckert lehrt Sozialpsychologie und Organisationspsychologie an der Uni in Siegen. Organisationspsychologie hat nichts mit dem Organisieren auf des Obergefreiten-Dienstwegs zu tun, sonder befasst sich mit der Wechselwirkung von Individuen und Organisationen. Und um Individuen geht es in dieser Posse der Neuentdeckten Kulturebene. Herr Deckert hat festgestellt, die rechtsextremistischen Einstellungen in Deutschland waren schon vorher vorhanden, nur eben hinter vorgehaltener Hand quasi. Das Ventil trägt den Namen Sarrazin. Das lässt sogar auf mehr schließen, aber das sagt Herrn Deckert seine Studie nicht. Denn die wird jetzt gebraucht um die „Abweichler“ weich zu machen. Psychologen haben doch die Weisheit mit dem Löffel gegessen. Doch einen Abschnitt im Interview das Herr Deckert der sueddeutsche.de gab, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Herrlich.
Da wird also über eine erfolgreiche Rechtsaußenpartei spekuliert und wer könnte die anführen. Herr Deckert meint denn auch; eine solche Persönlichkeit müsste fähig sein, eine Partei mit funktionierenden Strukturen zu führen. Diese Person müsste sich im politischen Netzwerken zurechtfinden und auch mit politischen Institutionen umgehen können. Dann fragt die sueddeutsche.de: Können Sie ein Beispiel nennen?
Antwort Herr Deckert:
Jörg Haider hat das erfolgreich vorexerziert, als er die österreichische FPÖ in den achtziger Jahre übernommen hat. Es ist auffallend, wie nah sich manchmal rechtspopulistische und liberale Positionen sind. Es ist kein Zufall, dass der Freidemokrat Jürgen Möllemann auf dieser Klaviatur gespielt hat. Wenn er nicht den Freitod gewählt hätte, wäre er eine Person, die auf die Beschreibung, die ich vorhin gegeben hatte, passen würde. Möllemann war Abgeordneter, Minister und Parteifunktionär. Er kannte die Abläufe, er wusste, wie eine erfolgreiche Partei funktioniert. Er hätte – vielleicht auch als Abspaltung – eine solche rechtspopulistische Bewegung führen können.“

Viele haben nach dem Tod von Jürgen Möllemann und Jörg Haider, nach einem Grund ihres tragischen Todes gesucht. Wir alle haben nur spekulieren können, Dank an Gerhard Wisnewski, der uns da über viele Dinge aufklärte die andere versuchten zu vertuschen. Und nun wissen wir durch einen „Experten“ was diese beiden Männer verändern hätten können, denn das gleiche Profil von Jürgen Möllemann trifft auf den anderen „Jürgen“ zu, Jörg Haider. Wer braucht jetzt noch ein Licht?

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