Dienstag, 6. Oktober 2009

Keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel

Er hat also wieder Berliner Schnauze geübt. Er ist Thilo Sarrazin SPD und Bundesbank-Vorstand.

Vor wenigen Monaten in dieses Amt „weggelobt“ und prompt gibt es Zoff. Auslöser ein Interview in der Kulturzeitung Lettre mit Herrn Sarrazin (Themenheft „Berlin auf der Couch“). Thilo Sarrazin kennt Berlin und die Verhältnisse dort sehr genau und doch kann man sich ihm nicht anschließen. Es ist sicher nicht alles verkehrt was er im Interview gesagt hat und viele Menschen in Berlins Stadtteilen werden ihm sicher recht geben, übrigens auch der Publizist Ralph Giordano. Das „Problem“ Sarrazin ist seine zum Teil Menschenverachtende Art des Besserwissers. Der gutbetuchte Herr sagt was die die nichts haben, essen sollen und wie sie essen sollen (Hartz IV- Speiseplan). Solange er über Einheimische her zog hat ihn die Gutmenschenelite machen lassen und sich heimlich über seine Darstellung der Dinge gefreut. Jetzt hat er die Grenze überschritten, denn seine Kritik über die verfehlte Migrationspolitik trifft die Gutmenschen persönlich wo es weh tut, waren sie es doch die Migrationspolitik auf Gedeih und Verderb verteidigten. Jetzt lässt man sich nicht diese Maske vom Gesicht reißen und schon gar nicht von Thilo Sarrazin. Jetzt wird alles was er je gesagt hat auf die Waage gelegt, selbst das was die Gutmenschen in seinen Aussagen gut fanden. Nur weil sie Gutmenschen sind bedeutet das nicht, dass sie auch Fair sind. Wer Kritik nicht verträgt hat was zu verbergen könnte man argumentieren. Nicht bei Sarrazin, dafür hat dieser Mann sich bereits weit vorher schon disqualifiziert.

Der Bürger auf der Straße wird ihm sicher recht geben, denn aus Sicht dieser Position stellt es sich wirklich so dar wie er es schonungslos im Interview gesagt hat.

Auszüge davon was er über die Berliner Türken und Araber sagte:

„Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung. Ich habe dazu keine Lust bei Bevölkerungsgruppen, die ihre Bringschuld zur Integration nicht akzeptieren, und auch, weil es extrem viel Geld kostet und wir in den nächsten Jahrzehnten genügend andere große Herausforderungen zu bewältigen haben.“

Und

Zu großen Teilen seien sie weder integrationswillig noch integrationsfähig

Und

Sie hätten keine produktive Funktion, außer für Obst- und Gemüsehandel.

Über das Berliner Schulsystem

„Wir haben ein schlechtes Schulsystem, das nicht besser werden wird. Es gibt auch das Problem, dass 40% aller Geburten in der Unterschicht stattfinden.“

Und

„Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für siebzig Prozent der türkischen und für neunzig Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.“

Da hat einer an der Farbe in der Hauptstadt gekratzt und es ist der hässliche Untergrund hervorgetreten. Empörung bei den Schönmalern. Wir werden sehen wie es weitergeht.

Übrigens, die Staatsanwaltschaft ermittel als Anfangsverdacht in Sachen Volksverhetzung. Die Totschlagkeule ist ausgepackt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gott sei Dank gibt es neben den "Modernen" Altnazis der Politik und dem Rechten Gedankengut der Antifa, auch noch Menschen die wenigstens einen Ansatz von Courage zeigen.
Es macht den Anschein, das Sarrazins Offenheit viel Anklang in der von "Braunen Gedankengut" durchtränkten BRD findet.


"Die Rheinische Post unterzog Sarrazins Aussagen einem Wahrheitscheck und muss zugeben, dass im Großen und Ganzen inhaltlich nichts daran auszusetzen ist."

Giordano sagte dem focus:

Sarrazin hat mit dem, was er gesagt hat, vollkommen recht. Ich wiederhole es, er hat mit dem, was er gesagt hat, vollkommen recht. (…) wie es aussieht in den Parallelgesellschaften, das hat er genau getroffen. (…) Migranten haben nicht nur Probleme. Sie machen auch Probleme.

Und Politikforscher Prof. Arnulf Baring:

In der Sache kann Sarrazin niemand widerlegen: Deutschland hat ein massives Problem mit Zuwanderern aus der Türkei und dem arabischen Raum! Nur: Im Lande der Leisetreter und der politischen Korrektheit wird jeder, der Klartext redet, gleich niedergemacht. Erbärmlich!

Henryk Broder:

Sarrazin hat recht! Sein Tonfall erzeugt Aufregung und ärgert die Gutmenschen. Seien wir doch froh über einen, der Sinnvolles und Richtiges in provokanter Form ausspricht!


Lassen wir uns mal überraschen, ob Herr Sarrazin nicht doch noch zum Schächten freigegeben wird. Die Hetzjagd der Politik und der zum anzünden vorbereitete Scheiterhaufen der Gutmenschen haben diesem Vorgang einen guten Weg bereitet.

Anonym hat gesagt…

Update zu meinem vorrausgegangenen Kommentar.

Natürlich musste der Zentralrat der Juden seinen überflüßigen Senf abgeben.

Der Generalsekretär des Zentralrates der Juden, Stephan Kramer hat heute Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin mit Hitler verglichen: “Ich habe den Eindruck, dass Sarrazin mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler große Ehre erweist. Er steht in geistiger Reihe mit den Herren.” Kramer sagte, die Sätze von Bundesbank-Vorstand Sarrazin seien „perfide, infam und volksverhetzend“ und erinnere ihn an die Untermenschen-Terminologie der Nazis.

Anonym hat gesagt…

Und er hat doch recht