Dienstag, 11. Januar 2011

Respekt Frau Käßmann


„Nichts ist gut für Afghanistan“, und Herr Theodor hat das nachsehen, sag Halleluja. Denn Kundus-Theodor will schon wieder in den Kundus fliegen und wieder mit einer Frau auf der Kriegsshowbühne auftreten. Der Mann liebt das mediale Getümmel um seine Person. Nur diesmal hatte eine Frau mehr Rückgrat. Margot Käßmann, sagte nein zur Einladung des Bundesdeutschen Verteidigungsminister mit ihm nach Afghanistan zu fliegen.
O-Ton Käßmann:
„Es geht immer wieder nur um militärische Lösungen. Was ich als Christin erneut anmahne, ist die Erkenntnis, dass man mit Waffen keinen Frieden schaffen kann.“
Man hat diese Frau im fast amerikanisierten BRD-Betrieb aufgrund eines menschlichen Fehlers, fertig gemacht. Herr Friedman durfte wieder kommen, Frau Käßmann nicht. Da war die Moralschranke dann zu hoch, sag Halleluja. Die Kommentare in der Systempresse sprechen Bände. Zwei Kilometer war sie nach Restaurantbesuch von ihrer Wohnung entfernt ( sie wollte nicht mit dem Fahrrad fahren, die Straßen waren vereist // ist unerheblich da auch mit dem Fahrrad im alkoholisierten Zustand nicht gefahren werden darf). Sie hat daraus ihre Konsequenz gezogen und ist zurück getreten, also auch hier Rückgrat, vom dem sich die Herrschaften in der Politik eine Scheibe abschneiden können. Alles das zählt nicht mehr.
Nun wollte Herr Theodor sie zum Truppenbesuch in Afghanistan einladen, sie lehnte ab. Kein Mandat, noch Amt, sagte sie hätte sie dafür. Deshalb Respekt Frau Käßmann.

Und Herr Theodor?
Der sucht bereits nach einer neuen Reisebegleitung, schließlich braucht das bunte Land bunte Bilder vom Krieg... äh vom nicht internationalen bewaffneten Konflikt, sag Halleluja. Im Irak sind Einemillionvierhunderteinundzwanzigtausendneunhundertdreiundreißig Iraker getötet worden. Wie viele Tote müssen es denn werden in Afghanistan, bis den Systemfiguren es genug ist? Für Herrn Struck war das anscheinend von Anfang an uninteressant, als der die Verteidigungslinie bis nach Afghanistan zog. Die Toten oder besser gesagt die möglich Toten spielen in der Politik keine Rolle. Und immer wieder fallen die dummen Massen auf die „besorgten“ Politiker herein, sag Halleluja. Wie viele Nationen kämpfen denn in dem nicht internationalen bewaffneten Konflikt? Nicht international, sagte Herr Westerwelle. Ganz einfach, alle Taliban kommen aus Afghanistan, und die Beschützer sind von der Nato,ergo, kein internationaler Konflikt. Wenn Rechtsanwälte Krieg spielen kommt so etwas dabei heraus und Sie haben das mit ihrer Wählerstimme in die Wege geleitet, sag Halleluja. Weder Herr Theodor noch Herr Westerwelle werden Ihnen sagen, dass die ISAF-Mission maßgeblich zur Eskalation beiträgt, indem sie eine quasi-koloniale Besatzungs- und Ausbeutungsstruktur etabliert hat und diese militärisch absichert. Das völlige Versagen die katastrophale humanitäre Situation zu verbessern, sondern stattdessen den Interessen westlicher Konzerne und dem militärischen – Kampf gegen den Terror Priorität einzuräumen, ist ein Grund dafür, warum inzwischen diese Truppe völlig diskreditiert ist. Und Herr Theodor, Herr Westerwelle wollen dann auch noch, dass die Bevölkerung ihre „Konfliktsoldaten“ liebt und anerkennt. Das Volk wollte nie diesen „Konflikt-Einsatz“, es waren Politiker und Konzerne. Inzwischen wissen unsere Systemfiguren (ähnlich wie am verfaulten Konstrukt EU), ein Scheitern des Afghanistan-Einsatz hätte die Folge, das Ansehen des Bündnisses NATO beschädigt. Deshalb darf und wird diese Allianz nicht scheitern um zukünftige Kriege nicht zu verhindern lassen durch den Fall „Afghanistan“. Selbst wenn die Systemfiguren möchten (und es gibt hinter der Hand viele die möchten) diesen Wahnsinn sofort zu beenden. Es wird aus dem genannten Grund nicht gemacht. Also durch und weiter Tote produzieren, sag Halleluja.

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