Mittwoch, 24. August 2011

"Die enormen Veränderungen in der Welt können keine Entschuldigung dafür sein, wenn man keinen Standpunkt oder keine Idee hat, wo man hingehört und wo man hin will."


Der Altbundeskanzler hat den Politikfiguren der letzten Jahre die Leviten gelesen.
In einem Interview (Verkauf am Freitag) der Zeitschrift "Internationale Politik", erteilt der Altkanzler dem politischen Nachwuchs seiner Ära ein vernichtendes Urteil über den politischen Zeitgeist der Regierung.
Kohl sieht durch den Affront des US-Präsidenten bei seinem letzten Europabesuch, Deutschland nicht aufzusuchen, eben in der Haltung der schlechten politischen Darstellung und Verhalten dieser Politik. Eine katastrophale Außenpolitik und eine Regierung die nicht erkennen lässt wo Deutschland heute steht und wohin es will. Kohl selbst nannte Merkel persönlich nicht, aber er lässt keine Zweifel (da er den Zeitrahmen anspricht) wen er meint. Westerwelle, der Treppenwitz geht weiter, gibt Kohl in weiten Teilen recht und merkt anscheinend nicht, dass er auch gemeint ist. Aber was hat er eigentlich je mitbekommen der Herr...“wir haben verstanden“?
Wer also glaubt, so Kohl, früher sei alles einfacher in der Politik gewesen, der offenbart doch vor allem ein erschreckendes Maß an Mutlosigkeit gegenüber den heutigen Herausforderungen und Möglichkeiten sowie einen eklatanten Mangel an historischem Bewusstsein, wie schwierig verantwortungsvolles Handeln in damaliger Zeit tatsächlich war".
"Die enormen Veränderungen in der Welt können keine Entschuldigung dafür sein, wenn man keinen Standpunkt oder keine Idee hat, wo man hingehört und wo man hin will."
Führung zeigen und Antworten geben, sei die Notwendigkeit auf die Veränderungen in der heutigen Zeit, so Kohl weiter, denn nur so könne man Vertrauen schaffen.
Das muss man wohl leider so konstatieren. Deutschland ist schon seit einigen Jahren keine berechenbare Größe mehr – weder nach innen noch nach außen.“
Warum hat er nur solange geschwiegen?

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