Mittwoch, 19. März 2008

Frau Merkel sprach in der Knesset oder: hört, hört


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Die Reaktionen im Weltnetz sind so unterschiedlich wie die politische Seite der Kommentare und Artikel, was sonst.

Ein Versuch, auf einige Punkte aus der Rede der Bundeskanzlerin hinzuweisen die vielleicht vor lauter Kommentare oder Enttäuschung untergingen. Letztendlich müssen Sie sich selbst eine Meinung bilden oder ignorieren.


Auszüge aus der Rede im israelischen Parlament durch Frau Merkel:


  • Heute ist es an uns, an meiner Generation, zusammen mit der jungen Generation das Bewusstsein für eine Erinnerungskultur zu wecken, die auch dann trägt, wenn die Überlebenden der Schoah nicht mehr unter uns sein werden. ( was meint sie mit Erinnerungskultur? Das hinterlässt ein merkwürdiges Gefühl von „Kulturbetrieb“ mit allen denkbaren Ämtern, Personal, Organisationen und Kosten )

  • Während wir hier sprechen, leben Tausende von Menschen in Angst und Schrecken vor Raketenangriffen und Terror der Hamas. Ich sage klar und unmissverständlich: Die Kassam-Angriffe der Hamas müssen aufhören. Terrorangriffe sind ein Verbrechen, und sie bringen keine Lösung in dem Konflikt, der die Region und das tägliche Leben der Menschen in Israel und das Leben der Menschen in den palästinensischen Autonomiegebieten überschattet. ( eine klare und gute Position die Frau Merkel hier einbringt )

  • Ich habe wiederholt zum Ausdruck gebracht und sage es auch hier: Deutschland tritt entschieden für die Vision von zwei Staaten in sicheren Grenzen und in Frieden ein, für das jüdische Volk in Israel und das palästinensische in Palästina. ( auch dies ist eine klare Aussage, hoffentlich folgen dann auch Taten, es ist wichtig das Recht der Palästinenser auf ein eigenes Land und Staat anzusprechen und diese Position entscheidend zu vertreten, eine Aufgabe die Deutschland gut zustehen kommen würde )

  • Eine Lösung kann am Ende nur durch Sie hier in Israel und die Palästinenser selbst erfolgen. Aber Unterstützung durch die Internationale Gemeinschaft die will ich Ihnen und Ihren Verhandlungspartnern auf palästinensischer Seite, vorneweg Präsident Abbas, ausdrücklich anbieten. Denn wir wissen, dass es zur Umsetzung der Vision von zwei Staaten Kompromisse bedarf, die von allen Seiten akzeptiert werden. Es bedarf der Kraft auch zu schmerzhaften Zugeständnissen. ( auch hier eine klare Aussage, wir hoffen auf Taten )

  • Meine Damen und Herren, besonderen Anlass zur Sorge geben ohne Zweifel die Drohungen, die der iranische Präsident gegen Israel und das jüdische Volk richtet. Seine wiederholten Schmähungen und das iranische Nuklearprogramm sind eine Gefahr für Frieden und Sicherheit. Wenn der Iran in den Besitz der Atombombe käme, dann hätte das verheerende Folgen. Zuerst und vor allem für die Sicherheit und Existenz Israels, dann für die gesamte Region und schließlich weit darüber hinaus für alle in Europa und der Welt, denen die Werte Freiheit, Demokratie und Menschenwürde etwas bedeuten. Das muss verhindert werden. ( der Iran sieht das allerdings anders, für ihn ist das Atomprogramm eine Art Selbstschutz vor gefräßigen Gutnationen. Aus der Sicht Israels ist diese Äußerung von Frau Merkel jedoch verständlich und Israel wird, auch ohne die „Freunde“ und „Partner“ zu fragen umgehend reagieren wenn es soweit ist, da das alle Politiker wissen, kann man über dieses Thema schön-reden )

  • Aus der Erfahrung, dass das Unmögliche möglich werden kann, können wir die Entschlossenheit und die Zuversicht schöpfen, dass es auch jede Anstrengung lohnt, die den Nahen Osten einen großen Schritt näher zu einem friedlichen Miteinander bringt. Oder um es mit den bekannten Worten von David Ben Gurion zu sagen - ich zitiere ihn: „Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist. (nun gleitet sie doch in nichts sagende Sätze ab – aus der Erfahrung.... können wir hier in Deutschland nicht so sehen, dass sie etwas Unmögliches möglich gemacht hätte, ganz im Gegenteil. Entschlossenheit ist in ihrer Regierung ein Fremdwort, es sei denn es geht um industrielle Belange. Der Nahe Osten war noch nie soweit von einer friedlichen Lösung entfernt wie jetzt. Und fast scheint es so das auf beiden Seiten ein großes Interesse herrscht das dies so bleibt.)


Herzlichen Glückwunsch zu 60 Jahre Staat Israel! Schalom!

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