Samstag, 31. Juli 2010

In Berlin fehlen Polizisten, in Äthiopien läßt Bundesregierung Polizisten ausbilden die plötzlich verschwunden sind


Und verplempert so nebenbei rund 770.000 €uro. Geld das im eigenen Land dringend die Polizei gebrauchen könnte. Soviel hat die Ausbildung von 925 somalische Polizeirekruten gekostet.
Jetzt sind sie einfach verschwunden!
Die Bundesregierung ist ratlos. Es wurde das Sicherheitstraining finanziert, aber wo letztendlich die Ausgebildeten geblieben sind . . . ist nicht bekannt. Wahrliche Experten sitzen da im Geldverteilungsstaat BRD. Der Vorwurf, das Westerwelle-Amt habe vergessen der UN entsprechenden Organisation vom dem Training zu informieren wurde vom Auswärtigen Amt zurückgewiesen. Unter das UN-Embargo fallen auch Ausbildungsmaßnahmen. Das AA sagt, man habe 925 Männer in Äthiopien ausgebildet und Ende Mai unter äthiopischer Verantwortung in das Nachbarland Somalia gebracht um dort die Übergangsregierung von Scheich Sharif Ahmed gegen den Kampf radikaler Islamisten zu unterstützen.
Afrika-Experte Helmut Hess sagte, Äthiopien bilde somalische Polizisten ganz sicher nicht im Interesse Somalias aus, denn „Äthiopien ist der Erzfeind Somalias“.
Zur Erinnerung:
Scheich Sharif Ahmed war der Führer der ICU, die nach der Scharia, dem islamischen Rechtscodex, Entscheidungen traf. Den USA (und nur dort) unter George W. Bush war ein islamisches Somalia im Weg. Man befürchtete eine zweites Taliban-Regime. Und wie immer in der US-Politik, wurden auch hier die Warlords unterstützt, die Jahre zuvor noch Feinde waren. Man bat Äthiopien um Hilfe, ein langer Verbündeter und gab dafür 200 Millionen Dollar Militärhilfe. 2006 im Dezember begann die äthiopische Invasion. Zwei Monate später war Somalia unter Kontrolle und die ICU vertrieben. Der Scheich Sharif Ahmed im Exil in Kenia.
"Wir haben eine enges Arbeitsverhältnis", sagte der Sprecher des Pentagons Leutnant Joe Carpenter. Dazu gehörte der Austausch von Geheiminformationen, Waffenhilfe und militärische Ausbildung. Rund 200 CIA- und FBI- Beamte hatten ihr Camp im Hotel Sheraton von Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, aufgeschlagen.
2007 begannen radikale Splittergruppen der ICU, darunter al-Shabab, einen Guerilla-Krieg gegen die äthiopischen Invasoren und bekamen mehr und mehr Zulauf. Die Lage geriet außer Kontrolle. Da entschieden sich die USA für einen Friedensprozess unter Leitung der UN. Im August 2008 wurde ein Friedensvertrag von dem damaligen Präsidenten Abdullahi Yusuf und dem ICU-Chef Scheich Sharif Ahmed unterzeichnet. Etwas, das als unvorstellbar galt. Gleichzeitig wurde ein neuer Dachverband, die "Allianz der Wiederbefreiung von Somalia" (ARS) gegründet, in der der ICU ein von mehreren Mitgliedern wurde. Im Rahmen des Abkommens erfolgte Ende Januar 2009 der Abzug Äthiopiens, die von Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) ersetzt werden. Gleichzeitig stockte man das somalische Parlament um 200 Sitze auf, die Vertreter der ARS erhielten, was die Wahl Scheich Sharif Ahmed zum Präsidenten erst möglich machte. Ausgerechnet den Mann, den man als Führer der ICU im Dezember 2006 auf Veranlassung der USA vertrieben hatte. Etwas überraschend lobte dieser plötzlich den einstmalig so verhassten Gegner: "Wir glauben, dass die US-Position bezüglich Somalia positiv und ehrlich geworden ist." Offensichtlich hat es mit der neuen US-Regierung von Präsident Barak Obama Absprachen gegeben, die Scheich Ahmed auch ganz offiziell zu seinem Wahlsieg gratulierte.

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